Vorbericht:

HF Aerzen – TSG Emmerthal (Sonntag, 17 Uhr).


„Das ist für uns das einfachste Spiel des Jahres. Die Favoritenrolle ist hier klar verteilt“, erklärt Aerzens Vereinschef Siegbert Schubert, dessen Team momentan den neunten Platz belegt und am Sonntag den Tabellenführer aus Emmerthal empfängt. „Wir wollen uns einigermaßen aus der Affäre ziehen. Emmerthal muss gewinnen, wir können ohne Druck in die Partie gehen. Vom Papier her ist das eine klare Sache“, schildert Schubert die Ausgangslage. Ein Fragezeichen steht bei den Handballfreunden noch hinter dem Einsatz von Benjamin Bauer und Spielertrainer Peter Schulz, der definitiv auf den ehemaligen TSGer Nils Gericke sowie Alexander Bartling verzichten muss. An der Emmer ist die Stimmung nach dem Sprung auf Rang eins natürlich bestens. „Für uns ist es gerade jetzt nach den drei Siegen in den Spitzenspielen und der Übernahme der Tabellenführung schwer, die Spannung weiter aufrecht zu halten und konzentriert in die folgenden Partien zu gehen. Auf keinen Fall dürfen wir uns nun auf den Leistungen der letzten Spiele ausruhen - sondern müssen mit dem gleichen Siegeswillen an die kommenden Aufgaben herangehen“, erläutert TSG-Sprecherin Bettina Brackhahn. „Aerzen wird sicherlich alles daran setzen, uns das Leben so schwer wie möglich zu machen. Deshalb bleibt zu hoffen, dass Torhüter Sascha Krannich seinen Vorderleuten wie in den vergangenen Spielen einen starken Rückhalt bietet. In der Abwehr müssen wir besonders auf Benjamin Bauer, dem bisher besten Torschützen in den Reihen des Gegners, achten“, so Brackhahn abschließend.

Spielbericht:

HF Aerzen – TSG Emmerthal 24:34 (9:15).


Die Handballfreunde Aerzen haben die Siegesserie der TSG Emmerthal – von nunmehr 13 gewonnen Spielen in Folge - nicht beenden können. Letztlich setzte sich der Tabellenführer deutlich mit 34:24 in der Hummetal-Halle durch. „Am Ende hat sich der Favorit durchgesetzt. Emmerthals Sieg ist verdient, aber um vier bis fünf Tore zu hoch ausgefallen“, resümierte HF-Spielercoach Peter Schulz, der in der zweiten Halbzeit verletzt raus musste. Sein Trainer-Kollege Holger Bartling und die Aerzen-Fans unter den rund 250 Zuschauer hatten nach dem Anpfiff Schlimmes zu befürchten. Denn gerade mal drei Minuten waren gespielt, da lag die TSG nach Toren von Christian Raddatz (2), Ricardo Müller und Tobias Brackhahn schon mit 4:0 in Front.


Aerzen wirft ein Tor in 17 Minuten

Die Hummetaler fingen sich und verkürzten auf 5:6 (11.). Doch dann folgten 17 Minuten (!), in denen die Gastgeber nur ein Tor erzielten – und Emmerthal folglich davonzog. Zwischenzeitlich führte die TSG mit acht Toren (6:14/26.), zur Pause mit sechs. Nach dem Seitenwechsel witterten die Handballfreunde dann wieder Morgenluft. Nils Vietmeyer markierte nach 35 Minuten das 14:16. „Wenn wir dann den Ausgleich machen, hätte Emmerthal vielleicht nochmal gewackelt“, spekulierte Schulz, der dem sechsfachen Torschützen Oliver Riemenschneider ein Sonderlob aussprach. Doch näher kam seine Mannschaft nicht mehr heran. Die nächsten drei Treffer gehörten anschließend wieder den Gästen, die ihren Vorsprung nun kontinuierlich ausbauten.


Treuthart leitet reihenweise Gegenstöße ein

Auch durch eine doppelte Manndeckung gegen Arnold Schorich und Christian Raddatz ließ sich die TSG-Sieben von Coach Ralph Schönemeier nicht aus dem Konzept bringen. Vor allem die von Torhüter Andrew Treuthart mustergültig eingeleiteten Gegenstöße sorgten nun immer wieder für Zählbares – und einen letztlich deutlichen Auswärtserfolg. „Die Euphorie ist schon sensationell“, meinte ein zufriedener Schönemeier, dessen Team gegen die Reserven aus Liebenau und Stadtoldendorf nun zwei Mal in eigener Halle anritt. „Wir sind die Gejagten. Und diese Rolle nehmen wir gerne an“, so Schönemeier.


Tore: Oliver Riemenschneider (6), Benjamin Bauer (5/3), Peter Schulz (4/1), Tim Schunko, Nils Vietmeyer (beide 3), Bastian Schön, Tim Gronemann, Arne Schäferbarthold (je 1).

Besonderes: Rot für Emmerthals Bastian Reinecke (45.) und Aerzens Tim Schunko (51.).