Vorbericht:
SV Aue Liebenau II HF Aerzen (Samstag, 18
Uhr).
Die Handballfreunde aus Aerzen gastieren am Samstagabend bei der Oberliga-Reserve vom
SV Aue Liebenau. Im bisherigen Saisonverlauf erwischten beide Teams keinen guten Start.
Der Sportverein rangiert nach drei absolvierten Begegnungen mit 1:5-Punkten auf dem
vorletzten Tabellenplatz. Lediglich Aufsteiger MTV Holzminden steht noch ohne Punktgewinn
hinter den Grün-Weißen. Für uns ist die Mannschaft aus Liebenau
ein völlig unbeschriebenes Blatt. Wir wissen nicht, was uns dort erwartet. Der
Sportverein ist so etwas wie die Wundertüte der Liga, berichtet Aerzens
Handball-Chef Siegbert Schubert im Vorfeld der Partie. Die Hummetaler belegen nach
drei Partien mit 2:4-Zählern den elften Rang. Dabei mussten sich die Aerzener
in den letzten beiden Spielen geschlagen geben. Beim MTV Harsum (26:30) und in der
Hummetal-Halle gegen die Oberliga-Reserve aus Alfeld (29:34) ging die HF-Sieben leer
aus. Bei einer weiteren Niederlage würden die Aerzener sich vorerst im Tabellenkeller
festsetzen. Das wird kein einfaches Spiel für uns. Doch wir wollen mit etwas
Zählbarem die Heimreise antreten. Mit einem Erfolg würden wir uns etwas ins
Tabellenmittelfeld der WSL-Oberliga absetzen, hat Schubert ein klares Ziel vor
Augen. Dabei reisen die Gäste fast in Bestbesetzung in die St.-Laurentius-Schule
nach Liebenau. Lediglich Kreisläufer Daniel Wick steht verletzungsbedingt erst
einmal nicht zur Verfügung.
Spielbericht:
SV Aue Liebenau II HF Aerzen 19:23 (13:10).
Der zweite Saison-Sieg war teuer erkauft! Wir
haben eine Verletztenliste ohne Ende, so ein trotz des Erfolgs deprimierter HF-Vorsitzender
Siegbert Schubert. Schon vor der Partie ereilten die Handball-Freunde zwei bittere
Nachrichten. Daniel Wick, der sich letzte Woche gegen Alfeld verletzt hatte, fällt
mit einem doppelten Kreuzbandriss und einer Meniskusverletzung (!) die ganze Saison
aus. Und Torhüter Robin Hübner wird aufgrund einer schweren Armverletzung
voraussichtlich gar nicht mehr zwischen den Pfosten stehen können! Das deprimiert
uns natürlich, ist Schubert merklich geschockt. Auch auf dem Liebenauer
Parkett ging die Misere weiter: Tim Gronemann knickte um und Torhüter Holger Bartling
musste nach 50 Minuten ebenfalls verletzt raus. Ich hoffe, dass er nicht länger
ausfällt, so Schubert. Den Platz im Gehäuse nahm in der Schlussphase
Routinier Andreas Jäger ein. Hinzu kam, dass Nils Vietmeyer schon in der 14. Minute
die Rote Karte sah. Diese Entscheidung traf bei Schubert auf Unverständnis: Das
war ein Allerwelts-Foul! Trotz der denkbar schlechten Vorzeichen und ständigen
Rückschläge machten die Hummetaler ein ordentliches Spiel. Auch wenn sich
nach dem 10:13-Rückstand zur Halbzeit eine Niederlage anbahnte und ganze
fünf Siebenmeter (!) nicht im gegnerischen Gehäuse untergebracht wurden.
Den Gästen gelang es anschließend aber, den Rückstand zu verkürzen
und zehn Minuten vor Spielende zum 18:18 auszugleichen. In der Schlussphase hatte Aerzen
dann den längeren Atmen und machte das Unmögliche noch möglich. Nur
sechs Gegentore mussten Schulz & Co. im zweiten Durchgang hinnehmen. Die
Mannschaft hat wirklich Charakter gezeigt und gekämpft bis zum Umfallen,
sprach Schubert seinem kompletten Team ein großes Lob aus.
Tore: Peter Schulz (7), Benjamin Bauer (6), Tim Schunko (5), Alexander Bartling (2),
Nils Gericke, Tim Gronemann, Arne Schäferbarthold (je 1).